Zur Person

Miki Boras wurde in Zenica in Jugoslawien geboren, dem heutige Bosnien. Zenica war berühmt und berüchtigt für ein hartes Gefängnis, die Metallindustrie, schlechte Luft und endlose Verbrecher, aber auch für viele Spitzensportler und Intellektuelle.

Nach Grundschule, Gymnasium und Maschinenbau-Studium war Miki Boras immer nahe an der Kunst in verschiedenster Form – als Radiomoderator, Musiker, Schriftsteller und immer mehr auch als Zeichner.

1991 kam im Balkan der Krieg auf, den er bis kurz vor seinem Ende 1995 in Zenica erlebte und oft genug dem Tod ins Auge sehen musste.

1995 verließ Miki Boras seine Heimat und flüchtete nach Deutschland.

1996 kam er nach Dortmund und machte sich mit unvergesslichen Auftritten einen Namen als Folkpunk-Musiker.

2012 kommt Miki Boras nach Köln, wo er sich mit großer Ausdauer auf die Malerei stürzt. In der Musik hatte er sich mit dem Krieg beschäftigt, in der Malerei nun mit Menschen meistens aus seiner Geburtstadt Zenica, die heute schon fast 30 Jahren verstreut über die ganze Welt leben. Ihn interessieren ihre physische und geistige Veränderungen. Ihre Gesichter sind ihm vertraut, wie auch die Lebensumstände, ihre Vergangenheit und Gegenwart. Er arbeitete zunächst mit Acryl, Kreide und Mischformen, heute mit Öl.